Wednesday, 5. october 2011 3 05 /10 /Okt. /2011 18:23

Cup bog in die Zielgerade ein

Robert Stark (LC Stockenboi) und Helga Tomaschitz (LC St. Veit) holten sich die "Kärntner Berglaufcup"-Gesamtwertungen 2011.

TECHELSBERG. "Berglaufen wird in Kärnten immer beliebter", freut sich Kärntens Berglauf-Referent Erich Tropper. Und der Klagenfurter hat allen Grund zur Freude, haben doch an den 18 Konkurrenzen von Heiligenblut (Großglockner-Berglauf) bis Wolfsberg (Reisberglauf) mehr als 2800 Läufer und Läuferinnen aus 24 Nationen mitgemacht. Aufgebaut ist der Berglaufcup auf die sieben Kleine Zeitung-Spezialcup-Rennen", die sich von den übrigen Läufen durch höhere Qualität und mehr Teilnehmer unterscheiden.

tomaschitz.jgp.jpg Helga Tomaschitz (Mit blauem LC V  Laufshirt)

 

Letzte Station war jetzt am Wochenende der Techels-berglauf, den Robert Stark (LC Stockenboi) und Sabine Kozak (Kelag Energy Running Team) für sich entscheiden konnten. Seriensieger Stark übernahm gleich zu Beginn die Führung, die er dann über die 9,3 km (610 hm) lange Strecke auf Verfolger Erwin Kozak bis ins Ziel auf 15 Sekunden ausbauen konnte. Bei den Frauen siegte Sabine Kozak mit dem Respektabstand von 1,14 Minuten vor der um zehn Jahre älteren Gesamtsiegerin Helga Tomaschitz.

In der Gesamtwertung gab es eine Wachablöse. Die Vorjahressieger Sabine und Erwin Kozak vom "Kelag Energy Running Team" mussten sich diesmal mit den jeweils dritten Rängen zufriedengeben. Abgelöst wurde das Klagenfurter Ehepaar von Robert Stark und Helga Tomaschitz, die sich überlegen den Berglaufcup 2011 sicherten. "Je anspruchsvoller die Strecke, umso lieber", lautet dabei der Leitspruch des 42-jährigen Villachers und der 48-jährigen St. Veiterin.

 

 W. FELDNER, Kleine Zeitung, 3.10.2011

von LaufClub Vitus St.Veit an der Glan
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Wednesday, 28. september 2011 3 28 /09 /Sept. /2011 22:41

Halbmarathon Jenesien-Bozen

 
Hallo Ihr Lieben,
 
leider kann ich Euch heute nichts absolut positives berichten. Wie ihr wisst, habe ich ja gestern am Berg-Halbmarathon in Jenesien ob Bozen teilgenommen. Mein erster Berg-Halbmarathon mit ca. 500 Höhenmetern. Ich kann nur sagen – der Lauf selber ist ein absolutes Highlight – ich habe bei einem Lauf noch nie so schöne Natureindrücke erlebt wie dort auf den Hochalmen zwischen 1226 und 1522 Metern Meereshöhe . Dazwischen immer wieder Abwärtspassagen – ein unglaubliches Naturerlebnis. Eine Unmenge Kühe und Haflinger, einmal sogar ein galoppierender Haflinger, der unbedingt vor mir durch ein Gatter wollte.
Willichronst3.jpeg   Vor dem Berg-Halbmarathon
willichronst4.jpeg
Auf jeden Fall ging es mir super, ich war gut drauf, bin alles gelaufen und habe mich auf die letzten beiden Kilometer gefreut-nur mehr abwärts – die Chance, noch Zeit  aufzuholen. Bei Kilometer 19 (ich glaube sogar, dass es bereits deutlich weiter war, da meine Uhr um 300 – 500 m zu wenig angezeigt hat. Jedenfalls war ich bei KM 19 nach meinem Garmin bei einer Zeit von 1:55:34, also eine Bombenzeit. Ziel Zeit, das habe ich natürlich alles erst heute gesehen, wäre vermutlich knapp unter 2:06:00 h gelegen – eine echt gewaltige Zeit.
Doch leider, so weit kam ich nicht. In einem letzten Waldstück (damit es noch etwas schwieriger wird) laufe ich hinter einer Frau. Es war steinig, matschig und viele Wurzeln. Ich such mir einen Pfad, der halbwegs trocken aussieht und laufe dort – plötzlich eine Wurzel, ein Straucheln und dann der Kapitalsturz mit ca. 12 km/h. Genau auf die rechte Seite, voll auf den rechten Arm, der dann plötzlich irgendwie komisch am Boden lag. Eher unnatürlich. Dann rapple ich mich auf, suche nach meinem Garmin und schreibe laut “Scheisssssse”. Dann der Schock und dann rufe ich Hilfe. Doch die nette Dame hat sich weder umgedreht noch ist sie stehengeblieben – super fair.
Ich bin dann schnellen Schrittes durch den Wald gegangen, den Arm und den Garmin an meine Brust gepresst. Ich habe mir sogar überlegt, noch ins Ziel zu laufen, dann hat aber die Vernunft gesiegt. Gott sei Dank.
Es haben dann andere Läufer nach rel. langer Zeit aufgeschlossen, die ich vorher  überholt und niedergekämpft habe, unter anderem ein Blinder mit Guide, der eine sensationelle Leistung geboten hat bei diesen schwierigen Bodenbedingungen. Mehrere haben mich gefragt, wie es mir geht und ob sie mir helfen können – total fair – ich habe sie lediglich gebeten, die Rettung zu verständigen. Dass etwas nicht stimmt, habe ich gleich gemerkt – der rechte Arm ließ sich nicht mit dem Schulterblatt wie sonst nach vorne bewegen.
willichronst1.jpeg
Jedenfalls komme ich dann zu einem Streckenposten, der mir die Sanität ruft. ich bin dann noch fast bis ins Ziele schnell gegangen, bis mich die Rettung aufnahm. Die haben mir auch gesagt, dass ich eine blutende Beule auf der Stirne habe – das habe ich gar nicht gemerkt. Dann habe ich noch etwas Erde und Nadeln ausgespuckt – ich dürfte auch mit der Schnauze im Dreck gewühlt haben. Jedenfalls bin ich dann im Ziel von hinten zu Hubsi gegangen, die mich im Ziel erwartete und glaubte, mich übersehen zu haben. Dann kurz erzählt und mit der Rettung vereinbart, dass sie mich nach Bozen in die Notaufnahme bringen – Hubi hinten mit dem Auto im Schlepptau.
Dann 4 stündiges Warten, Arzt, Röntgen, anderer Arzt, wieder Röntgen, wieder Arzt. Ich im nassen Laufgewand. Endlich hat mich Hubsi dann in Warteraum nackt aus und umgezogen – ich immer den Arm in der Hand.
Dann die Diagnose vom Orthopäden – übersetzt von einem Pfleger, da der Arzt kein Wort Deutsch konnte. Bruch im Oberarmkopf. Ich solle mich in Innsbruck weiterbehandeln lassen – ich bekomme eine kompl. Manschette zum Fixieren – dann nochmals zur Ärztin Tetanusimpfen. Dann endlich raus ins Auto – Hubi war Gott sei Dank dabei. Wir fuhren bis zum Brenner, gingen dann noch ein Hendl essen. Dann in Innsbruck ins Sanatorium – kein Arzt, keine Notambulanz. Hubi nach hause, ich mit dem Auto in die Klinik auf die Unfallambulanz. Nach langem Warten endlich ein Assistenzarzt – “oh, das schaut nicht gut aus”. Er zeigt mir am Röntgen, dass ich im Oberarmkopf eine komplizierte 4 oder noch mehr Mehrfachfraktur habe, kreuz und quer durch den ganzen Kopf. Er will mich zum CT schicken, doch ich sage, dass ich zu Prof Sperner will. Er sagt, wir haben auch super Schulterchirurgen an der Klinik, ich sage, ich weiß, möchte aber trotzdem zu ihm. Dann kommt noch ein Professor, der sagt: “das schaut gar nicht gut aus”. Wieder Debatte mit ihm, dann einigen wir uns darauf, dass die Klinik kein CT macht und ich am Montag zum Arzt gehe.
Schlimme Nacht für Hubi und mich, dann in der Früh Koffer gepackt, alles vorbereitet – ich wollte ins Sanatorium. Um 8:00 rufe ich Prof. Sperner am Handy an – ich gehe dann in die Praxis – er schaut am Schalter die Bilder an – “das schaut sehr schlecht aus”. Dann zum CT und noch ein Röntgen vom Ellbogen, der extrem geschwollen ist und vermutlich auch leicht angebrochen.
Nach eineinhalb Stunden dann endlich fertig, zurück zum Arzt. Dann zeigt er mir die Tomografie – Trümmerbruch im Schulterkopf rechts mit seitlichen Eindellungen. Bei einer OP müsste er ein künstliches Gelenk machen und die bestehende Platte entferne – dadurch wieder Nervenverletzungen. Dann sagt er mir die “gutere” Nachricht – er wird nicht operieren da der Arm ja keine Funktion hat – bei einem gesunden Arm wäre diese Verletzung eine Katastrophe. Jedenfalls muss ich nun 4 Wochen Ruhe geben – die Manschette tragen und die Brüche heilen lassen – er sagt, das Gute ist wiederum, dass ein Trümmerbruch vorliegt – dadurch sollte die Heilung deutlich besser verlaufen, als bei einem glatten Bruch.
williChronst2.jpeg  Willi: wieder zu Hause
Der verm. Bruch im Ellbogen ist auch “wurscht”, da ebenfalls keine Funktion. Am Ellbogen habe ich noch eine längere Schnittwunde und mittlerweile mehrere Spannungsblasen, die entstehen, wenn die Haut aufgrund extremer Schwellung aufplatzt.
Soweit nun mein ausführlicher Bericht – Fazit: ich habe wahrscheinlich super Schwein gehabt – Schädelverletzung, Verletzung am linken Arm, Zähne ausschlagen – all das wäre möglich gewesen.
Mein Resumee:ich werde meine Berg-Halbmarathon Karriere rennmäßig beenden  und mich bei Bewerben nur mehr im Flachen beweisen bzw. bei Bergläufen, wo es nur aufwärts geht.
Schade, weil ich echt gut drauf war, andererseits muss die Vernunft siegen lassen – ich habe eben nur mehr einen gesunden Flügel, den ich noch brauche.
So,. nun zeige ich Euch noch ein paar Bildchen vorher-nachher. Gib das bitte ein bisschen weiter und schicke es vielleicht als Blog an die Homepage von LC Vitus.
 
So, nun “Berg Heil” und gut Lauf.
 
Liebe Grüße
 
Willi
P.S.:    Schau einmal auf die beigefügte Homepage!
           http://www.soltnflitzer.it/wp-content/uploads/2011/09/Halbmarathon-2011-gesamt.pdf
von LaufClub Vitus St.Veit an der Glan
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Tuesday, 20. september 2011 2 20 /09 /Sept. /2011 21:13

Fast 100 km rund um die Texelgruppe verläuft der Meraner Höhenweg. Der Weg an den Hängen des Schnalstales, des Passeiertales und des Meraner Talkessels war im Jahr 1985 eröffnet worden und gilt als einer der schönsten Weitwanderwege in Südtirol.  

 

Am 22.8.2011 trafen sich Elfriede Beer, Elisabeth Grabner, Doris Waditzer, Fritz Grabner und Franz Waditzer am frühen Vormittag in der Leitengasse in St.Veit/Glan. Am frühen Nachmittag stand Fritz Wagen schon verwaist in Ulfas, und wir gingen schon durch das Dorf, sahen auf die steilen grünen Hänge und auf einen Mann der mit Sense und einem Rückenkorb in den Hang einstieg.  Am Kirchlein vorbei ging es durch den Wald, der Weg querte einige kleine Wasserläufe und mündet schließlich in einer asphaltierten Straße, die uns nach Christl brachte.  Ulfas gilt als jener Punkt, der den Meraner Höhenweg Nord und Süd trennt. An diesem Nachmittag marschierten wir sechs Stunden am Stück bis nach Vernuer und wurden im Gasthof Brunner bereits gegen 20.00 Uhr erwartet. Fritz hatte im Gasthof nochmals angerufen und bestätigt, dass wir spät aber doch kommen würden. Umso freundlicher war dann der Empfang. Das Essen war köstlich, das Forst - Bier eine Wucht. Fritz hatte zwei Hotelzimmer gebucht. Am Morgen saß ich als erster im Frühstücksraum (wie sonst immer Heinzi) Apropos Heinzi: Der hatte Doris und mir beinahe sämtliches Material zur Verfügung gestellt, uns bestens vorbereitet uns bis ins Detail (Medikamente, Magnesiumbriefchen, Erfrischungstücher) ausgestattet. Heinzis bunte Hüttenschuhe sind mir über die Tage wirklich ans Herz gewachsen, und Heinzi war dann durchaus auch tagelang Gesprächsstoff #1. 

 

 

  MeranHohenweg.jpeg

 

Franz, Fritz (Marcello), Elfriede, Doris und Elisabeth

 

 

23.8.2011:  Am nächsten Tag trekkten wir von Vernuer (1100 HM) hinauf auf die Leiteralm (1450 HM) und weiter zum Hochganghaus (1839 m) Wir waren gut und gerne acht Stunden unterwegs, auf einer Etappe die sehr anstrengend war und das Hochganghaus, eine durch und durch moderne und lässig ausgestattete Schutzhaus, war unser Ziel. Beim Duschen hatten Fritz und ich ein paar Probleme mit einer Gruppe von "Marmeladingern" aus Karlsruhe - es ging um den Schlüssel zu den Duschen - aber das Essen war vorzüglich, der Wein, der auf der Zunge prickelte und den Elfriede für uns alle bestellt hatte, wurde ungläubig verkostet (ein Prickeln auf der Zunge, ein Wein?), aber er sollte sich als der Beste herausstellen, den wir auf der gesamten Trekkingtour tranken. Am Abend saßen wir in der Hütte und spielten ein uns völlig neues Spiel, das Doris und ich in seiner ganzen Tiefe nur schwer erfassten, aber bei dem es vor allem darum ging, Fritz ein Bein zu stellen, was nicht gelang, weil wir unbedarft immer wieder dazwischenfunkten. Diesmal

 

 MeranHochgangimg_7.jpg Schutzhütte Hochganghaus auf 1839 m

 

übernachteten wir zu fünft in einem blitzsauberen Zimmer, einem Lager mit ebensovielen Lagerplätzen. Am frühen Morgen aßen wir wie schon am Abend zuvor im steingepflasterten Hof,  und hatten den Koch noch eine Schachtel London Blue abgekauft. Fritz hatte am Abend noch eine zauberhafte Begebenheit zu meistern: Beim aufhängen seiner Wäsche am Zaun hinter der Schutzhütte blickte er durch ein offenes Fenster direkt auf eine junge Frau, die sich gerade ausgezogen hatte. Fritz, ein Gentleman (aber auch ein Bewunderer) , entfernte sich diskret und schnell.  Völlig unbedarft war Fritz oder Marcello (wie wir ihn bald nannten) in eine erotisch angehauchte Situation geraten.

 

 Meran5490818.jpg

 

24.8.2011: Wir gingen von der wunderschönen Alm mit Blick auf hohe Berge und sogar einem Dreitausender wieder runter nach Gigglberg (1563 HM) und weiter nach Hochforch und zum Pirchhof, einem schmucken Gasthof. Veranschlagt waren etwa sieben Stunden Gehzeit.   

Die Gruppe erwies sich als gruppendynamisch homogen, ja bestens zueinanderpassend: Elfriede hatte schon unglaubliche Trekking-Touren und Wallfahrten im Himalaja hinter sich, war im Annapurna-Gebiet unterwegs gewesen, hatte den heiligen Berg Kailash umrundet und war an den Ufern des geheimnisvollen Manasarovar Sees gestanden und in Südamerika war sie auf über 6500 m hohe Berge geklettert. Zudem ist sie ausgebildete Mediatorin, was immer nützlich sein kann.  Elisabeth und Fritz hatten Korsika durchquert, dabei tausende Höhenmeter bewältigt und waren den berühmtesten aller Pilgerwege gegangen. Doris und ich hatten weniger Trekking-Erfahrung, mehr Lauf- und Fitness-Center Erfahrung (!).

 

Ging mal einer vorne weg, ging er einfach vorne. Am oder an der Letzten orientierte sich die Gruppe. Zahlreiche Schluchten und Taleinschnitte mussten wir runter, dann wieder hoch, manchmal auf Treppen, manchmal an engen, mit Stahlseilen gesicherten Wegen. Höhenmeter um Höhenmeter.  Der südliche Höhenweg war dementsprechend selektiv und anstrengend.

 

Meran14792776.jpg

 

Der Pirchhof gehört zu den alten und traditionsreichen Bergbauernhöfen am Meraner Höhenweg. Wir übernachteten in einem Lager - in einem Art geöffnetem Seitenraum mit sechs Schlafplätzen. Die Duschen im Keller hatten Wellnesscharakter, die Terrasse und die Stimmung beim Abendessen war bezaubernd schön. Der nördliche Höhenweg wartete am nächsten Tag.

Das Wetter war herrlich. Oft gingen wir durch schattenspendende Wälder, oft mitten in der prallen Sonne.  Unvergesslich bleibt ein Rastplatz hoch über dem Tal. Wir saßen auf schwer abschüssigem Gelände oberhalb des schmalen Weges. Unter dem Weg brach eine Steilwand wohl einige hundert Meter ins Tal ab. Fritz war der Rastplatz nicht ganz geheuer und er ging noch ein paar hundert Meter weiter, kam aber zurück, weil nirgendwo ein schattiger Platz zu sehen war. Die Hitze war manchmal enervierend.  

Bergbauern zaubern mit ihren Beregnungsleitungen Regenbögen auf steile Wiesen und Hänge, und wir hatten unseren Spaß: Wir liefen durch die Wasserfontänen und wollten ihnen ausweichen und wurden oft genug herrlich erfrischt. 

 

25.08.2011: Jeder Tag war ein neues Abenteuer und dieser Tag versprach anstrengend zu werden. Fritz hatte mehr als 7,5 Stunden Gehzeit veranschlagt, tatsächlich waren es dann aber etwa neun Stunden. Wir kamen nach einer relativ langen Gehzeit, die Vegetation erinnerte hier mehr und mehr an ein Mittelmeerland,  in den westlichen Hang des Schnalstales, freuten uns auf die Burg Juval, Reinhold Messners Domizil, und sahen die mächtige Burg, den Gasthof, Weinreben und einen Teich, lange  mehrere hundert Meter unter uns  und trekkten durch moosige Lärchenwälder in den nördlichen Abschnitt des Meraner Höhenwegs. In einem etwa 500 Jahre alten Bauernhof aßen wir Eierspeisen mit Speck und zielstrebig - es war ein besonders heißer Sommertag - eilten wir auf die Rableidalm auf 2004 Höhenmeter. 

  

Meran27321465.jpgDoris nahm da schon kontinuierlich Parkemed-Schmerztabletten um ihren plötzlich aufgetretenen Zahnschmerzen wirksam zu begegnen. Sie sagte uns nichts. Die Übernachtung im Gasthaus Rableid Alm im Schnalstal war eine der schönsten. Hier oben war es schon sehr viel kühler. Am Morgen wurde Speck und Käse und selbstgebackene Weckerln zum Tee und Kaffee serviert. Oben im ersten Stock lief stets die Waschmaschine. Wir nahmen auch noch eine Jause mit, die uns die beiden Wirtsleute schnell gerichtet hatten. Die ganze Nacht rauschte der Pfossentalbach wie ein vorbeifahrender Güterzug und Elfi meinte, kräftiger sei mein Schnarchen im großen Lager mit rund 10 Betten gewesen.

                                                                                      Rableidalm 

 

                                

  

26.08.2011 Wir verließen die Rableidalm, gingen in Richtung Eishof und sahen rechterhand auf einen Gletscher und der Tag versprach spannend und atemberaubend zu werden. Ich gewann rasch an Höhe, mit mir ein Hochlandrind, das vor mir hertrottete. Elfie, Doris und Elisabeth kamen nach, Fritz fotografierte und ging mal rechts, mal links weg. Bald war ich alleine und nahm Tempo auf. Fast 900 Höhenmeter trekkten wir jetzt hoch. Die Temperatur nahm ab, und ich nahm zum ersten Mal eine dicke Jacke aus dem Rucksack. Weit oben war noch eine kurze Blockkletterei zu bewältigen. Ich stand am Eisjöchl (2895 m) und unter mir sah ich schon die Stettiner Hütte.  Fritz kam nach, Elfie, Doris und Elisabeth, und wir saßen bei einer Suppe in der Hütte.  Beim Abstieg, immerhin 1400 Höhenmeter runter  ins Pfelderer Tal, gaben Elisabeth und Elfriede das Tempo vor. Direkt in Pfelders kam der Regen - wir hatten nur noch etwa 50 m bis zum Dreisternehotel Alpenblick mit Abendessen und schönem Zimmer. Mittlerweile hatten wir uns an die Lager in den Hütten gewöhnt und ein Fernseher war uns beinahe fremd. Zu zweit streunten wir noch kurz durch den kleinen Ort, tranken einen Espresso Macchiato, gingen klein shoppen und waren so gut wie wieder in der Zivilisation angekommen, ohne wirklich mit dem Kopf da zu sein.

 

27.08.2011  Am Samstag brachen wir in Pfelders auf . Die gute Nachricht: Es ging lange leicht abwärts. Vorbei an der Grünboden-Talstation gingen wir den Bach entlang in Richtung Osten. Von der nördlichen Talseite sprangen immer wieder Wasserfälle ins Tal herab, die Schmelzwasser in den Pfelderer Bach bringen. Ein Stück des Meraner Höhenweges führte hier über den Weg, der im Winter die Natur-Rodelbahn begleitet.

Beim Außerhütt-Hof verlässt der Meraner Höhenweg die Straße und biegt in den Wald ab, weiter in Richtung Ulfas. Es regnete. Die letzten Kilometer waren mehr oder minder geprägt von der Vorfreude auf Jeans, T-Shirt und Sneakers und auf einen Macchiato in einer urbanen Umgebung. Mehr als dreieinhalb Stunden benötigten wir nach Ulfas. Da stand dann das Auto am Wegrand. Eine Scheibe war leicht geöffnet. Wir hatten beim Start am Montag  vergessen sie sorgsam zu schließen. Wir zogen uns um, raus aus der Funktionskleidung. Fritz fuhr direkt nach Meran. Menschenmassen in der Meraner Altstadt mit den mittelalterlichen Lauben und Arkaden, ein herrliches Cafe am Ufer der Passer in Meran, ein Macho mit Brille und heller Schiebermütze und seine gestylte Gattin, dann eine weitere Frau im bunten Kleid und ein kleiner, schmächtiger Mann mit dunkler Brille, beide  wie aus einem Fellini Film. MeranCafe.jpeg

 

Wir staunten, wir lachten, wir stürmten in Läden, in Cafes und in ein Restaurant. Danach fuhren wir noch nach Bruneck, trafen Willi und Huberta am Hauptplatz. Willi war gerade einen Dreiviertelmarathon ins Ahrntal hinaufgelaufen. Erst am späten Abend gings heim in Richtung Lienz, dann runter nach Mittelkärnten. Am nächsten Nachmittag trafen wir uns bei Fritz und nahmen von Elfi Abschied, die heim nach Niederösterreich fuhr. Beim Kaffee auch Wehmut: Da waren über die sieben Tage Freundschaften vertieft und Freundschaften geschlossen worden,  da galt ein Blick, ein Lachen, da haben wir uns der leisen und der wunderschönen Landschaft angepasst. Da konnte jeder der sein, der er gerade sein wollte, da wurde nicht gewogen, da war ein Band. Da war die Sicht nach innen auf

sich selbst nicht verstellt. Das war ein ganz besonders schönes Erlebnis im Gehen, im Verweilen.     

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Friday, 9. september 2011 5 09 /09 /Sept. /2011 17:28

P1190443-Kopie-1.JPG Willi Chronst in Cornwall, 2011

 

 

Beim 13. Raiffeisen Dreiviertelmarathon in Bruneck lief Wilfried Chronst bei starkem Gegenwind ins Ahrntal hinauf.  Der Start war am Rathausplatz Bruneck (835m), das Ziel auf dem Festplatz in Sand in Taufers (870m) im wunderschönen Ahrntal. 

 

394.  Wilfried Chronst     1:32:56,2

 

Groß war die Freude auch, als Willi mit Huberta nach dem Lauf in der Altstadt von Bruneck Fritz Grabner, Elisabeth Grabner, Elfriede Beer, Doris und Franz Waditzer trafen, die in dieser Woche zusammen den Meraner Höhenweg begangen hatten in einem Lokal in der Brunecker Altstadt den Lauf und das Trekking miteinander besprachen. 

von LaufClub Vitus St.Veit an der Glan
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Sunday, 21. august 2011 7 21 /08 /Aug. /2011 17:23

Wie jedes Jahr beteiligten sich wieder sehr viele LC Vitus Läuferinnen und Läufer am Kärnten-läuft Wochenende. Am Freitag Abend beim Night-Run und am Sonntag beim Viertel- und Halbmarathon bei strahlend schönem Augustwetter und sehr hohen Temperaturen nahmen folgende Läuferinnen und Läufer des LC Vitus teil:

 

 

 

Halbmarathon

 

155.   Ottitsch Guido                 1:29:17

286.   Kloucek Johannes           1:34.22

369.   Sabitzer Walter                1:37:02

562.   Pretis Edwin                    1:40:59

1044. Süssenbacher Christian  1:49:13

1045. Hofstätter Klaus               1:49:14

1421. Mag.Proisl Christian        1:54.47

1425. Stromberger Gerhard      1:54:52

 

 

Viertelmarathon

 

71.     Mag.Sturm Werner           44:21

82.     Ing.Armbruster Gernot     45:08 

1095. Gandler Karin                1:11:44 

 

 

Night-Run 4,2 km

Staffel mixed

 

5.      Waditzer Doris, Hribernig Karin, Waditzer Franz  (Wiener Städtische Team 20)   Durchschnittszeit  21:42,0

 

 

Night-Run 4,2 km Einzel

 

66.      Waditzer Franz      20:03

135.    Waditzer Doris      24:05

 

 

Halbmarathon ehemalige LC Vitus Sportler

 

366.   Gstallnig Walter                     1:37:01

1523. Mag.Dr. Bleyer Magdalena  1:56:36

 

 

 

 

 

P1190904-Kopie-1Am Vortag zum Halbmarathon mehrere Stunden beim Frühschoppen auf der Terasse des Interspar Restaurants mit Dörfler Heribert vom LC Altis Krappfeld: Tags darauf war von Heribert bei Kärnten-läuft nichts zu sehen, Guido indes kam wieder als Mittelkärntner Spitzenläufer ins Ziel. Guidos Kleidung war diesmal etwas auffällig: Kurze Hose, Langarm - T-Shirt, darüber Lauf-T-Shirt. War das Langarm-T-Shirt mit Basen getränkt? War das bei mehr als 30 Grad im Schatten eine gute Idee? 

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Sunday, 21. august 2011 7 21 /08 /Aug. /2011 17:11

Auf einer sehr anspruchsvollen Halbmarathonstrecke die mit dem Slogan "Laufgenuss durch atemberaubende Bergkulissen" punktet ist der Ganghofer Trail seit 2010 ein Teil des "Alpen-Halbmarathon-Cup".  Willi Chronst vom LC Vitus St.Veit/Glan lief die 21,1 km und mehr als 200 Höhenmeter:

 

P1190906

 

 

 

 

 

12. M50  Wilfried Chronst    

LC Vitus St.Veit an der Glan in  2:00:13 

 

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