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Der Laufclub Vitus St.Veit an der Glan organisiert in Mittelkärnten jährlich eine Laufgroßveranstaltung und bietet Sportlerinnen und Sportlern ein breitgefächertes Angebot und eine hervorragende Infrastruktur an.

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50. Grebenzenlauf - LC Vitus Läuferinnen und Läufer mit dabei

Man trifft sich bei der Heuschupf'n Hütte im Wintersportzentrum Papstin bei St.Lamprecht. Mag. Paul Hauser, der symphatische Sohn des Skipioniers und Namensgebers des Grebenzenlaufs, nimmt die Anmeldungen entgegen und begrüßt die zahlreichen Sportlerinnen und Sportler. Viele Friesacher, einige St.Veiter und unzählige Tourengeher aus St.Lamprecht und Umgebung versammeln sich im Startraum. Die Stimmung ist gut. Die ersten Tourengeher starten bereits. Es ist ein Wohlfühlevent, eines der ganz besonderen Art
Hochrindl und Grebenze 027-Kopie-3  Lisa und Doris beim Aufstieg
Beim Start und bei der ersten Steigung wird mir erzählt, dass der Lauf heuer zum 50.Mal stattfindet. Mag. Pauli Hauser hatte sich im Vorfeld eine Steigerung der Teilnehmeranzahl gegenüber dem Vorjahr erhofft. Der gemeinsame Aufstieg ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die Piste wird von einer langen Linie von Teilnehmern gesäumt. Ein "Wir" Gefühl entsteht und Respekt für die durchtrainierten Läuferinnen und Läufer, die mit ihrenTourenski den Hang geradezu hinaufsprinten. Könnerinnen und Könner sind dabei und Gemütliche, Plaudernde, "über Gott und die wunderschöne Grebenzen staunende Tourengeherinnen und Tourengeher". Dem langen Anstieg begegnet man als Neuling vorsichtig. Nach geraumer Zeit läuft man an der urigen Grebenzenhütte vorbei, schon müde, ahnt man nicht, dass noch zwei Anstiege nötig sind, um bis zum Gipfel zu gelangen. Nach etwas über zwei Stunden stehen wir beim Gipfelkreuz, fröhlich, ausgelassen und unbeschwert. Der Talblick ist überwältigend. Wir fahren ab zur Dreiwiesenhütte. Viele Teilnehmer haben sich in der gemütlichen Hütte schon mit der Suppe gestärkt, mit Schmankalan aus der heimischen Küche. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Man lernt den Adi kennen, den Peter, die Monika, die den Berg in einer Fabelzeit raufstürmte, man fachsimpelt.

Hochrindl und Grebenze 031-Kopie-1
Nach einem ausgezeichneten und langem Essen mahnt eine Organisatorin zum Aufbruch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwingen die Rucksäcke auf den Rücken und fahren mit dem Schlepplift wieder hinauf zum Gipfelkreuz.

Die Abfahrt

Oben angekommen, unterweist Ines Sabitzer  die versammelten Läuferinnen und Läufer nochmals in die dringlichsten Aufgaben und dann gehts los: Ich fahre einer Lady, die die Startnummer zwei trägt, nach, frage sie mehrmals wohin die Abfahrt geht, sie weist mich ein, "links", "rechts", aus den Augenwinkeln nehme ich wahr, dass ein ganz besonders kühner Teilnehmer zur steilen Puckelpiste abzweigt, aber noch führe ich mit der Startnummer zwei das Rennen an. Auf einem Querweg biege ich dann mit Hilfe meiner "Freundin" links ab und oberhalb der Grebenzenhütte nehme ich zügig Fahrt auf. Wenn schon nicht der Erste oben, dann zumindest der Erste unten, nehme ich mir zum Ziel. Mehrmals muss ich antauchen, mehrmals stoppe ich in Extremnis vor einer Kuppe, hinter der kein Schnee mehr liegt, aber der Ski (K2) läuft ausgezeichnet. Die Oberschenkel beginnen zu brennen und der Fahrtwind knallt mir ins Gesicht. Es gibt gemütlichere Varianten der Abfahrt, aber der Ehrgeiz, der ist halt  Motor ganz besonderer Leistungen. Meine besteht auch darin, einmal während der Schussfahrt im leicht patzigem Schnee beinahe von Höchstgeschwindigkeit auf Null zu stoppen und dennoch auf den Skiern zu bleiben, an staunenden Alpinskifahrern mit einem ungeheuer großen Rucksack am Buckel vorbeizucarven. Am letzten Steilhang brennen die Oberschenkel schon enervierend, unten ist schon die Talstation in Sicht und ich nehme die linke Abfahrt, nicht die rechte, an der ein Kameramann auf die Teilnehmer wartet. So komme ich 70 m vom Kameramann weg ins Ziel, völlig alleine, aber irgendwie rundum zufrieden. Mein Freund Fritz und meine Gattin Doris fahren noch in Renngeschwindigkeit und mit mächtigem Rennfieber durch einen Riesentorlauf und kommen auch ins "falsche" Ziel, wie viele andere. Einzig Lisa, biegt rechtzeitig in den linken Hang ein und fährt direkt zur Heuschupf'n Hütte.  Das ist Tourenskilauf, das ist ein sportliches Event der angenehmen Art. Jeder nach seiner Fasson, jeder nach seinem Gutdünken, jeder ein Gewinner, wie übrigens auch die Dame, die mehr als eine Minute nach mir im "richtigen" Ziel auftaucht und ihren "Sieg" mit einem Zumbatanz auf Skiern feiert.
GrebenzenlaufFranzi2  Kurz vorm Start 

Die Ehrung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Übergabe der Urkunden in der Mini Heuschupfn Hütte wird zum Fest. Pauli Hauser hält eine launige Rede, der Volksdichter Adi aus Friesach hält ein gereimtes Laudatio der ganz besonderen Art. Der  St. Lamprechter Bürgermeister Johann Pierer ist einer Familienfeier enteilt und referierte über den Lauf, über den Herrn Apotheker Pauli Hauser und über Kärntner im Allgemeinen, die eigentlich nichts Gutes in die Steiermark brächten, außer eben diesen einen "legendären" Lauf. Er prägt die Ehrung, wie Pauli Hauser, der von der Geschichte des Laufs erzählt und über einen unvergessenen ÖSV Funktionär, der jahrelang unzählige Teilnehmerinnen und Teilnehmer disqualifizieren wollte, zumal ihm deren Aufstiegstempo zu gering erschien, deren Feier in der Hütte oben zu üppig und deren Abfahrt danach zu langsam und zu vorsichtig. Die Disqualifikationen konnten immer verhindert werden. Heuer prägten an die 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Bild des Laufs. Der Volksdichter Adi, die temperamentvolle Ines Sabitzer, viele Einheimische und vor allem Pauli Hauser, der versprach, den Lauf weiter zu organisieren.
Die Zukunft des Skilaufs könnte im Tourenskilauf liegen. "Touristischer Leistungslauf mit Gepäck", steht in der Ausschreibung.  "Zurück zu den Wurzeln des Skisports", lautet  die Devise. Dazu trägt der Grebenzenlauf aktuell aktiv bei.
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