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Der Laufclub Vitus St.Veit an der Glan organisiert in Mittelkärnten jährlich eine Laufgroßveranstaltung und bietet Sportlerinnen und Sportlern ein breitgefächertes Angebot und eine hervorragende Infrastruktur an.

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Wachau Marathon: Wenn der LC Vitus auf Reisen geht

Es bedurfte auch bei mir einige Tage und Nächte intensiven Nachdenkens und Durchschlafens, um diese eine Reise intellektuell (..) aufzuarbeiten und um alles in allem ein Resümee zu ziehen  und die wirklich vielfältigen  Eindrücke und Geschehnisse in unserem Blog als geschlossenen Beitrag zusammenfassen zu können.


Am Samstag, dem 19.September, fanden sich die unterschiedlichsten Charaktäre, leise und weniger leise, introvertierte und weniger introvertierte, also leicht extrovertierte , um das Abenteuer Wachau-Marathon gemeinsam zu begehen: Zwölf Akteure waren gewillt einen der Läufe, die am Programm standen zu laufen: Viertelmarathon, Halbmarathon und Marathon. Der "knallrote" Autobus fuhr in aller Herrgottsfrüh vom Hallenbadparkplatz St.Veit/Glan ab. Schon nach dem ersten  Frühstück bei einer Autobahnraststätte lief im Bus der Schmäh und der Schmäh lief  akkurat so schnell, wie unser Ausnahmeläufer Guido Ottitsch tags darauf beim Halbmarathon.

Maria Zell

  Die Basilika in Maria Zell

In Maria Zell hielten wir an und besichtigten die Basilika. Eine Gruppe ging shoppen. Eine besonders ernährungsbewußte Gruppe um den Tiroler Willi und Guido aß eine in der Mikrowelle erhitzte Biofischsuppe. Espressi  Macchiati wurden schnell in einem Kaffeehaus an der Bar geschlürft,  Sonnenbrillen und Kräutertee gekauft und durch den  schon stark frequentierten sehr farbenfrohen Devotionalienmarkt geschlendert. Der Herbstwind wehte  in Maria Zell durch die Straßen und Gassen  und der "knallrote" Autobus setzte sich, nachdem sich wieder alle eingefunden hatten, in Richtung St.Pölten in Bewegung. Mit Weihwasser im Gepäck und auf der Stirn rasten wir hinein ins tiefste Niederösterreich.

Am Reiseziel

In Krems wurden die letzten An- und Ummeldungen erledigt. Danach fuhren wir in Richtung Dürnstein zu einer Schiffsanlagestelle, die verwaist war.  Improvisation ist alles: Alsbald aßen wir Stockfisch am Straßenrand und danach bezogen wir unser schönes Quartier in Ybbs Persenbeug. Nach einer 45minütigen "Pause" fuhren wir beinahe alle zu einem prächtigen Heurigen, der mit angemessenem Preis-Leistungsverhältnis und einer gehobenen Weinauswahl unsere Herzen höher schlagen ließ. Nach dem üppigen Mahl machte sich eine Gruppe um  Doris,  Roswitha und  Brunhilde auf, um den Hügel hinter dem Heurigen zu erklimmen, ein wunderschönes Haufendorf zu besichtigen und einen erhabenen  Blick auf das Stift Melk zu erhaschen, das vis a vis auf der anderen Seite der Donau zu sehen war.

Der Bewerbstag

Der Morgen kam, die  Läufer/innen waren schon hektisch. Das Frühstück der "Schlachtenbummler" war opulent, das der Sportler/innen  weniger und sogar ein wenig asketisch, obschon Guido zu dem Tiroler Willi auf dessen präzise Frage hin meinte, "Willi könne essen, was er wolle, bei seiner Zeit spiele das so eine Rolle nicht." Um 08.00 Uhr war alles und alle gepackt und es ging los Richtung Krems: Der knallrote Autobus hatte freie Fahrt . Norbert wurde beim Marathon Start verabschiedet,  Guido, Wolfi, Christian, Albert, Doris, der Tiroler Willi und Margit beim Halbmarathonstart und später wurde auch Richard, Heinzi, Huberta, Elisabeth und Karin beim Viertelmarathonstart entlassen. Im Bus verblieben die Nordic Walkerinnen,  Gäste und Angehörige,  dann Andrea, Heidrun und Hansi, die leider nicht mitliefen, aber es hätten können und die Verletzten Maria, Edwin, der Fischer Willi, Fritz und ich. Wir fuhren bei der Strafvollzugsanstalt "Stein" vorbei, betrieben also noch ein wenig Sightseeing und warfen einen Blick auf eine mögliche Zukunft von vielen.  Danach erkundeten wir dann das Zielgelände im Zentrum von Krems und die wunderschöne, große Altstadt, die dermaßen groß ist, daß  wir Verletzte uns konditioniell alsbald im roten Bereich bewegten. Mit diversen "Lärmutensilien" ausgestattet  postierten wir uns nach mehreren kräftigenden Kaffeehausbesuchen entlang der Strecke.



                                                Elisabeth bei ihrem Comeback
                                         
       (Foto: Fritz Grabner)






Der Lauf, das eigentliche Ziel unserer Reise
                  


Was  nun folgte war Sport: Wir schrieen uns die Kehlen heiser, wir lärmten und wir feuerten die Viertelmarathonläufer/innen an. Zuerst feuerte der Fritz alle Sportlerinnen und Sportler an, dann nur mehr die Läuferinnen, am Ende nur mehr die Hübschen und dann ganz am Ende nur mehr  die  Läuferinnen, die  besonders sexy daherkamen. Dazwischen lief Richard vorbei, Heinzi war hinter ihm in Sichtweite.  100 Meter fehlten und der routinierte Heinz  griff auf den letzten zwei Kilometern nochmals an und blieb,  ohne Richard am Ende einzuholen, unter einem Fünfminutenschnitt pro gelaufenem Kilometer. Dann kam die schnelle  Huberta, dann die unverwüstliche Elisabeth, die lange Zeit verletzt war, aber eine geborene Dolzer ist  und die stille und symphatische Karin, die einen guten Teil des Viertelmarathons gemeinsam mit  Lisa gelaufen war. Wir jubelten, wir brüllten uns heiser. Das war Sport. Das war Spannung. Das war auch das Duell Richard gegen Heinzi. Das war das Comeback von Elisabeth nach einer langen Zeit der Schmerzen und der Verletzungen und der Neustart von Karin, die nach dem Unfall von Christian pausiert hatte.

Nun erwarteten wir alle Guido: Und der kam. Schnell, dynamisch und mit einem Lächeln.  Später liefen Wolfi und  der erstaunliche Christian gemeinsam vorbei und dann kam die Gruppe um Albert, dem sportlichen Leiter des LC Vitus St.Veit/Glan :  Doris, der Tiroler Willi, der  sich an die beiden tapfer angehängt hatte und ein tolles Rennen lief, dann Margit, entschlossen, schnell, wieder teilweise in Begleitung von Guido, der seinen Lauf bereits beendet hatte.

  Guido lief als wär der Teufel hinter ihm her.....  (Hier nahe bei Kilometer 19) (Foto Fritz Grabner)

Guido lief beinahe das "Race" seines Lebens: Hätte ihn ein "Mitbewerber" nicht schon bei Kilometer zehn in den Wadenmuskel und gegen die Achillessehne getreten und ihn verletzt, wäre er wohl unter 1:23:00 geblieben. So wars am Ende seine zweitbeste je gelaufene Zeit. Doris, der Tiroler Willi und Margit liefen allesamt persönliche Bestzeit. Wir jubelten. Ich aß mich voller Freude mit einer Finishermedaille um den Hals  gemeinsam mit Margit durch die Labestraße, die weit über 100 m lang war und nach dem Ziel mit Tischen voll mit Topfenkuchen, Marillenkuchen, Bananen und Vollwertkeksen, Mineralwasser, Cola und diversen anderen Getränke bestückt war. Margit trank eigentlich nur ein Mineralwasser, ich kostete für sie das gesamte Angebot durch, war also ihr Vorkoster und reichte unserem Obmann, dem Fischer-Willi gewissermaßen in Perioden noch Getränke für unsere durstigen Sportler durch das Absperrgitter.

  Norbert kurz vor dem Ziel inmitten der tobenden LC Vitus Kollegen (Foto Fritz Grabner)

Dann kam Norbert: Er lief seinen ersten Marathon und der halbe Verein stand in der Zielgeraden Spalier und schrie und lärmte und bereitet ihm einen lauten Empfang. Ein Security Posten verlor beinahe die Nerven, als wir zu diesem Behufe innerhalb der Absperrung eindrangen, um Norbert mit unserem Geschrei ins Ziel zu tragen. Auch  Norbert bot eine tolle Leistung: Er blieb bei seinem Marathondebüt weit unter vier Stunden.



Die Heimfahrt

   Alpenregion Hochschwab

Guido ruhte sich vor der Heimfahrt bereits mit Basenwickel und Baumwollstrümpfen im Kofferraum des Buses aus. Die Rückfahrt verlief nicht ereignislos,  da mit annähernd 30 ausgehungerten Wölfen erst ein Wirtshaus am späten Nachmittag gefunden werden mußte. Als auch dieses Problem schlußendlich einigermaßen zufriedenstellend gelöst war, fuhren wir  mitten durch den wildromantischen Hochsschwab und der Schmäh lief weiter bis exakt zur Ausfahrt St.Veit/Glan. Nach einer Busserlorgie fuhren alle mit Ehefrau und Lebensabschnittspartnerin nach Hause., oder wurden nach Hause gefahren. Guidos Abschiedsworte inmitten der  "Bussi hin und Bussi her Orgie" und der nie enden wollenden Umarmungen waren knapp und präzise: "Mah, gemma endlich, wir waren jetza ja eh zwei Tage zusammen."

Im Rückblick


Zusammenfassend muß ich erwähnen, daß wir  großen Sport und etliche Bestzeiten miterlebten. Wir sahen herrliche Comebacks und alle Läuferinnen und Läufer waren mit Feuereifer bei der Sache. Der Vereinsvorstand , allen voran  CEO Willi Fischer und Key Account Manager Edwin Pretis, hatte für die dazu nötigen Bedingungen gesorgt und allen Sportlern eine perfekte Plattform geboten, die diese zu nützen wußten.  Guido wurde in der Endabrechnung noch Dritter der Wasser & Wein Trophy, einer Kombiwertung vom Kärnten läuft  Halbmarathon und dem Wachau-Halbmarathon. Vor ihm war nur ein Kenianer und ein Österreicher.

Der Verein hat in die Reise kräftig investiert, also für einen kräftigen Input gesorgt. Das sportliche, aber auch das gesellschaftliche Output war dann auch mehr als  zufriedenstellend.

     
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W
<br /> War ein echt lässiger Ausflug.<br /> Der Lauf war in Bezug auf die Zeiten gut, das Profil und die Strecke eher langweilig. Aber wir hatten es recht lustig in unserer 4-er und dann 3-er Gruppe und haben mit wissenschaftlicher<br /> Genauigkeit und Akribie die Kilometerzeiten perfekt getimt. Albert und ich haben immer wieder das Tempo verglichen und Doris mühsam vor zu schnellem Laufen bewahrt. Im Ziel war es dann echt geil,<br /> vor allem als Margit dann auch noch unter 2 Stunden einlief. Ein wenig wurde unsere Freude durch die "schwere Verletzung" von Guido getrübt, der mit zunehmender zeitlicher Distanz zum Zieleinlauf<br /> sein Humpeln verstärkte und wie ein sterbender Schwan in Richrtung Bus taumelte. Doch nach dem Motto "Wickle Dir die Base um die Wadel, das macht dich strammer als das stärkste Madel" erholte er<br /> sich recht schnell und konnte etwas später bei einem Bierchen schon wieder lachen.<br /> Jedenfalls können wir beruhigt sagen: Ende gut, alles gut. Doris hat endlich ihr 2-Stunden Trauma abgelegt und kann sich nun größeren Aufgaben widmen, Albert hat seine Feuertaufe bestanden und sich<br /> als Fläschchenträger und -geber bewährt und ich habe mich heimtückisch im Windschatten zu meiner Bestzeit geschlichen. Man darf alles sein, nur nicht blöd. Und nie zuviel reden, vorher.<br /> So darf ich ein herzlches Vergeltsgott an alle richten und nur noch einen Vorschlag für den nächsten Ausflug in den Raum oder besser in den Bus stellen - wenn Herr Obmann Willi wieder einmal ein<br /> Gulasch bestellt, bitte vorkosten und gegebenenfalls zurückschicken - ich glaub, beim Essen versteht er keinen Spass, da vernichtet er sogar Edwin, den Chauffeur. Mahlzeit Willi und donk<br /> schean.<br /> <br /> Liebe Grüße aus Innsbruck<br /> <br /> Willi<br /> <br /> P.S.: Nachdem ich am Sonntag nach dem Zieleinlauf nicht sicher war, ob ich wieder eine Muskelverletzung eingefangen habe, organisierte ich gleich für Dienstag eine Teilmassage - pfui Fritze - nur<br /> für die Beine. Am Abend dann ein 8 km Regenerationslauf mit degressiver Schmerzentwicklung und progressiver Besserung meines Muskelzustandes.<br /> Am Donnerstag dann ein echt geiler Lauf durch Stadt und Gelände mit 400 Höhenmetern und 13 km Distanz. Alte Freude, ungewöhnlich guter Zustand und Lust auf mehr.<br /> Ach ja, danke Heinzi für die lässigen Vorbereitungsläufe im Vorfeld des Wachaulaufes. Du hast Margit und mich echt gut gecoacht.<br /> <br /> <br />
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