Von Bodensdorf fuhren wir mit einem Schiff nach Ossiach, und am Deck genossen wir das laue Lüfterl, das mit unseren Haaren spielte und ein klein wenig Abkühlung brachte. Die letzte Abkühlung, wie wir bald feststellen mußten: Am Start am Sportplatz in Ossiach standen Walter, Wolfi, Helmut , Christian und Franz.
Doris und Heinzi liefen ab Annenheim den 7km Bewerb.
In Ossiach starteten 551 Halbmarathonläufer/innen, in Annenheim 162 Volksläufer/innen und an die 50 Nordic Walkerinnen. Bald merkten wir, daß die Luft sprichwörtlich stand. Es war sehr schwül: es hatte gegen 19.00 Uhr um die 33 Grad Celsius. Der Talkessel siedete buchstäblich. Es war ein harter Lauf. Manchmal gab einem nur ein Schluck Cola bei den Labestationen den nächsten Kick , um das Tempo einigermaßen zu halten. Immer wieder waren Steigungen zu bewältigen, die Schwüle kam dermaßen hart, daß unter der Laufkappe ein Hitzestau entstand und man meinte kurz vor dem K.O. zu stehen.

Schon eine liebe Tradition : Transport zum Start mit dem Schiff
Gott sei Dank standen immer wieder größere Zusehergruppen, darunter unzählige Urlauber, entlang der Wegstrecke und halfen den Sportler/innen mit freundlichem Applaus über das Gröbste hinweg. Die letzten 7 km waren zäh: Wir liefen auf die Nordic Walker auf, manchmal wars eng, besonders wenn zwei Nordic Walkerinnen nebeneinander gingen.
Das gefühlte Tempo verschwamm nun zusehens, weil da einfach auch Geherinnen und langsamere 7 km Läuferinnen und Läufer unterwegs waren, oft gings unerhört aufwärts und irgendwie kamen wir dann doch nach Bodensdorf, wo die Schleife runter ins Ziel nun schon im Licht der Laternen kein Ende nahm. Dann kam doch noch ein Highlight: Auf den letzten 100 Metern standen hunderte Leute Spalier und feuerten uns frenetisch an. Es war einfach ein Hammer von einem Lauf, eine Wahnsinnsanstrengung bei diesen Temperaturen und bei dieser Schwüle, bei der du die Beine kaum mehr hochbringst und Du immerfort im Hitzestau Tempo machen mußt.
Am Ende kamen alle LC Vitus Läufer/innen ins Ziel: Die 7km Teilnehmer, die ebenso hart mit den Bedingungen zu kämpfen hatten, und auch alle unsere 21,1 km Läufer. Wir labten uns an den frischen Getränken, am Obst und am knackigem Gebäck, wir schleppten uns mit der triefend nassen Laufkleidung zur Massage.