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5. Februar 2014 3 05 /02 /Februar /2014 09:36

 

Haidnerhöhe und Kalteben: Zeit zum Atmen

Haidnerhöhe 1799 m

In napoleonischer Zeit hatten die Saumpfade auf der Haidnerhöhe, Kalteben und am Lattersteig eine ganz besondere Bedeutung: Sie waren berüchtigte Schmugglerwege. Heute bieten sie Möglichkeiten, von denen Skitourengeher träumen.

Ausgangspunkt der Skitour ist die Flattnitz und die tief verschneite Spitzeralm und der bezaubernden Hochwald, durch den ich hinauf zur Haidnerhöhe aufsteige. Auf der Haidnerhöhe weicht der Baumbestand breiten baumlosen Almwiesen, und ich klettere mit den Skiern die Steilhänge in Richtung Kalteben hoch.

"Wie es eine Traumfrau gibt, so sind auch Landschaften in unserem Gedächtnis eingraviert. Obwohl wir sie noch nie gesehen haben. Ich habe mein Traumland gesehen!" schrieb der Deutsche Bergsteiger Reinhard Karl in seinem Buch "Erlebnis Berg. Zeit zum Atmen." Und hier oben, weit oberhalb der Haidnerhöhe, auf einer grandios schönen Hochebene mit verschneiten und vereisten Weidezäunen und endlos weiten Almflächen fallen mir die Zeilen von Reinhard ein. Es ist eine ungeheuer einsame und ausgesetzte Berglandschaft, deren Schönheit fasziniert. Vor mir tun sich die steilen Wände des Wintertaler- und der Straßburger Spitze auf, weiter rechts der schön geformte Dammeggernock und weit unter mir der Hirnkopf mit der Bergstation und der Gipfelhütte. Mit Fellen und ohne die Skischuhe am Hinterbacken der Bindung zu fixieren, fahre ich hinunter zum Hochwald und zum leichten Anstieg auf den Hirnkopf, um dann zur Familienabfahrt, die wieder runter auf die Flattnitz führt, zu gelangen.

 

Skitouren auf der Flattnitz: LC Vitus Mitglieder Doris und Franz Waditzer, Lisa und Fritz Grabner

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